Sonntag, 13. Mai 2018

Erster Start von Falcon 9 Block 5 erfolgreich

Die gestrige Bangabandhu-1-Mission war ein voller Erfolg: Der Kommunikationssatellit aus Bangladesch wurde von der neuesten Version der Falcon 9-Trägerrakete ins All befördert.

Die Block 5 genannte finale Iteration von SpaceX's Arbeitspferd bringt hunderte Detailverbesserungen mit, die in der Summe dazu führen, dass diese neue Version bis zu zehnmal ohne Wartungs- oder Instandsetzungsarbeiten wiederverwendbar sein wird. Insgesamt soll eine Block 5 mindestens 100 Missionen fliegen können. Außerdem wird sie nach einer geflogenen Mission sehr schnell erneut einsatzbereit sein. Elon Musk kündigte an, dass im nächsten Jahr ein und dieselbe Rakete zweimal an einem Tag starten soll (also innerhalb von 24 Stunden).

53. Start einer Falcon 9 (Bild: Marcus Cote, Space Coast Times)

Insgesamt sollen 30-50 Block 5-Booster gebaut werden, die voraussichtlich ca. 300 Missionen fliegen werden, bevor BFR sie ablösen wird.

Für dieses Jahr plant SpaceX etwa 30 Missionen. Damit wird das US-Unternehmen mehr Starts durchführen als jedes andere Land bzw. Unternehmen.

25. Landung einer Falcon-Hauptstufe (Bild: SpaceX)

Die Block 5-Version der Falcon 9 wird auch Astronauten transportieren (möglicherweise noch dieses Jahr) und soll auch deshalb besonders verlässlich und robust sein. Zukünftige Falcon Heavy-Missionen werden ebenfalls Block 5 nutzen. Erst gerade wurde der nächste Heavy-Start auf Oktober dieses Jahres verschoben.


Donnerstag, 19. April 2018

Die NASA hat einen neuen Chef: Bridenstine endlich am Ziel

Eine monatelange Hängepartie ging heute mit der Bestätigung von Trumps Vorschlag für den Posten des NASA-Chefs durch den US-Kongress zu Ende. Kommt nun die große NASA-Reform?

Jim Bridenstine, Kogressabgeordneter aus Oklahoma mit einem Interesse an Raumfahrtthemen, übernimmt das Amt von Robert Lightfoot, der die Behörde seit dem Ausscheiden von Charlie Bolden provisorisch geführt hatte. Damit könnte endlich Bewegung in die höchst unausgegorenen und vagen NASA-Pläne zur Zukunft des bemannten Raumfahrtprogramms kommen.

Bridenstine wird am kommenden Montag vereidigt (Bild: Space Foundation)

Während sich der Schwerlastträger SLS immer weiter verzögert (erster Start mittlerweile von 2016 auf 2020 verschoben) und ein Konzept zum Bau einer kleinen Raumstation in Mondnähe (Lunar Orbital Platform-Gateway) diskutiert wird (deren Nutzen äußerst fragwürdig erscheint), startet SpaceX mit der Falcon Heavy einen eigenen Schwerlastträger zu einem Burchteil der Kosten und beginnt die Entwicklung einer neuen, wiederverwendbaren Riesenrakete (BFR), die alles, was die NASA derzeit plant, reichlich alt aussehen lässt. Blue Origin verfolgt ähnliche Pläne, auch wenn SpaceX in der Umsetzung weiter ist.

Wird Bridenstine nun lernresistente Manager wie Bill Gerstenmaier (der scheinbar auf Biegen und Brechen an SLS festhalten will) entlassen und neue Wege gehen? Es wäre höchste Zeit.

Alibiprojekt oder echte Zukunftsvision? (Bilder: NASA/SpaceX)


Freitag, 13. April 2018

SpaceX Update März/April

Hier eine kompakte Übersicht zu einigen interessanten Entwicklungen in Sachen SpaceX in den letzten Wochen:

Elon Musk präsentiert erstes Bild von BFR-Fertigungsanlage

Musk hatte in den letzten Monaten mehrmals betont, dass die Entwicklung der neuen Riesenrakete, die in einigen Jahren bemannte Marsmissionen ermöglichen soll, bereits auf Hochtouren läuft. Einen Beleg dafür lieferte er nun mit einem ersten Foto eines Teils der Fertigungseinrichtungen. Ein davor geparkter Tesla Model 3 nimmt sich dagegen geradezu winzig aus.

Der Durchmesser von BFR wird 9 Meter betragen (Bild: SpaceX)

Standort der BFR-Fertigung ist wohl bis auf weiteres eine provisorische Anlage in San Pedro, dem Hafen von Los Angeles. Die fertigen BFR-Träger werden von dort auf dem Wasserweg zu SpaceX-Einrichtungen in Texas und Florida transportiert werden. Erste Testflüge könnten bereits nächstes Jahr beginnen.

Auf einem Video, das SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell auf der diesjährigen TED-Konferenz präsentierte (welches aber leider noch nicht offiziell verfügbar ist), ist zu sehen, dass BFR etwas verlängert worden ist. Das könnte mit einer besseren Performance des methangetriebenen Raptor-Triebwerks zusammenhängen, dessen Entwicklung bald abgeschlossen ist. Musk bestätigte den Größenzuwachs auf Twitter. BFR dürfte somit die größte bislang gebaute Rakete werden und sogar den bisherigen Rekordhalter Saturn V ausstechen.

Bild aus der Präsentation von Shotwell (Bild: SpaceX)


Startauftrag von US-Militär

SpaceX soll bis März 2020 drei GPS III-Satelliten ins All befördern, dafür gibt es gut 290 Millionen Dollar. Konkurrent ULA erhielt ebenfalls einen Auftrag zum Start zweier Satelliten zum Preis von insgesamt knapp 355 Millionen Dollar. In beiden Fällen handelt es sich um so genannte "fixed price contracts", d.h. es gibt im Erfolgsfall einen vorher festgelegten Betrag; sollte sich das Projekt verteuern, trägt die Mehrkosten die beauftragte Firma.

Erster Start von Block 5 nun im Mai

Die lang erwartete finale Version der Falcon 9, die zahlreiche Verbesserungen beinhaltet und schnelle, unkomplizierte Wiederverwendbarkeit ermöglichen soll, wird nun voraussichtlich Anfang nächsten Monat zum ersten Mal starten (Bangabandhu-1-Mission). Musk wiederholte noch einmal, dass das Ziel ein erneuter Start innerhalb von 24 Stunden sein - mit demselben Booster wohlgemerkt.


Sonntag, 11. März 2018

Falcon Heavy & Starman

SpaceX hat das von den Westworld-Machern produzierte Video zum ersten Start von Falcon Heavy (und Starmans Millionen Jahre währenden Flug) auf youtube veröffentlicht. Darin ist auch zu sehen, was aus der Zentralstufe geworden ist:



Sonntag, 4. März 2018

SpaceX: Fortschritte bei Rückführung von Nutzlastverkleidung, Block 5

Am 22. Februar startete die PAZ-Mission von der Vandenberg Air Force Basis an der Pazifikküste. Neben dem namensgebenden Erdbeobachtungssatelliten setzte die Falcon 9 erfolgreich zwei Starlink-Testsatelliten aus. Dabei handelt es sich um Prototypen für die geplante Internet-Satellitenkonstellation von SpaceX.

Außerdem wurde erstmals die Nutzlastverkleidung der Rakete erfolgreich geborgen. Zwar gelang es nicht, die beiden Verschalungen mit dem eigens dafür kontruierten Boot "Mr. Steven" und seiner Netzvorrichtung aufzufangen. Sie landeten allerdings nur einige hundert Meter weiter so sanft im Wasser des Pazifik, dass sie intakt an Bord genommen werden konnten. Damit ist eine planmäßige Bergung wohl nur noch eine Frage der Zeit. Die Falcon 9 von SpaceX wäre damit das einzige Trägersystem weltweit, dessen Nutzlastverkleidung wiederverwendbar ist. Damit lassen sich bei jeder Mission ein paar Millionen Dollar sparen, denn soviel kosten die Abdeckungen in der Herstellung.

"Mr. Steven" mit der Netzvorrichtung im Heck (Bild: SpaceX)

Eine Hälfte der Nutzlastverkleidung treibt im Pazifik (Bild: SpaceX)


SpaceX hat über die letzten beiden Jahre gezeigt, dass sie die Hauptstufe der Falcon 9 zuverlässig landen und wiederverwenden können (auch bei der PAZ-Mission kam eine bereits geflogene Stufe erneut zum Einsatz). Jetzt kommt es darauf an, die Kosten und den Arbeitsaufwand für eine solche Wiederverwendung zu minimieren. Dafür hat SpaceX die Falcon 9 schrittweise immer weiter verbessert und modifiziert. Das Endergebnis dieses Prozesses ist die Block 5 genannte Variante der Rakete. Diese stellt laut Musk die finale Version da, es wird keine Block 6 geben.

Zur Zeit wird die erste Block 5-Hauptstufe in Texas getestet; sie könnte im April zum ersten Mal starten.

Block 5 beinhaltet u.a. folgende Verbesserungen:

  • Landebeine können nun wieder eingefahren werden und müssen daher nach der Landung nicht mehr abmontiert werden
  • Triebwerke liefern noch einmal ca. 10 Prozent mehr Schub
  • Besserer Hitzeschutz der gesamten Stufe, insbesondere der Triebwerke
  • Nochmals verbesserte Software, um den Treibstoffverbrauch für das Landemanöver weiter zu reduzieren
  • Hitzebeständige Gitterflossen (grid fins) aus Titan statt Aluminium
  • Erhöhte Zuverlässigkeit und Robustheit zahlreicher Komponenten soll 100-fache Wiederverwendbarkeit einer Block 5-Stufe ermöglichen, größere Instandsetzungsarbeiten nach jeweils 10 Flügen

Künstlerische Darstellung der Block 5-Hauptstufe (Bild: brickmack)


Stratolaunch beginnt Taxitests

Hier zwei recht beeindruckende Videos, die den aktuellen Stand von Paul Allens Raumfahrtprojekt dokumentieren: 







Die Tests mit dem Trägerflugzeug fanden im Dezember 2017 und Februar dieses Jahres auf der Rollbahn des Mojave Air and Space Port in Kalifornien statt.

Das Projekt begann 2011. Der Plan sieht vor, dass das Flugzeug bis zu drei Trägerrakten auf große Höhe transportiert, wo sie ausgeklinkt werden, um dann ihre Nutzlast ins All zu befördern. Vorteile eines solchen Systems wären eine weitgehende Unabhängigkeit vom Wetter (Flugzeuge können bei weit schlechteren Bedingungen starten als Raketen) und die Möglichkeit, von jedem Flughafen mit einer längeren Rollbahn starten zu können (statt von einer Raketenbasis).

Dienstag, 6. Februar 2018

Falcon Heavy - Start erfolgreich

Der Jungfernflug der Falcon Heavy war erfolgreich. Die beiden Booster landeten mit nahezu perfekter Synchronität. Ob die Landung der Hauptstufe auf der Seeplattform ebenfalls erfolgreich war, ist im Moment noch offen. Die zweite Stufe befindet sich derzeit im Erdorbit und wird in einigen Stunden erneut zünden, um auf eine heliozentrische Umlaufbahn zu gelangen.

Schon jetzt ein spektakulärer Erfolg für SpaceX!

Update: Die Hauptstufe hat es leider nicht geschafft. Wie Musk auf der Pressekonferenz nach der Mission mitteilte, zerschellte sie mit einer Geschwindigkeit von ca. 500 km/h auf der Wasseroberfläche. Die dabei in alle Richtungen geschleuderten Trümmerteile beschädigten sogar noch die 100 Meter entfernte Seeplattform. Ursache war, dass nur eines von drei für die Landung vorgesehenen Triebwerken zündete. Das Problem sollte aber leicht zu korrigieren sein. Die Hauptstufe war ohnehin nicht für eine Wiederverwendung vorgesehen.

Die erneute Zündung der Oberstufe mit dem Tesla Roadster an der Spitze war erfolgreich. Der resultierende Orbit wird den roten Sportwagen mit Starman am Steuer nun sogar bis hinaus zum Asteroidengürtel führen (statt nur bis zum Mars).

Die derzeit stärkste Rakete weltweit hebt zum ersten Mal ab: Falcon Heavy (Bild: SpaceX)

Die beiden Booster landen zeitgleich an der Küste Floridas (Bild: SpaceX)

Musk gab außerdem noch ein paar interessante Informationen zum neuen BFR-Trägersystem bekannt, das derzeit bei SpaceX entwickelt wird: Demnach schreiten die Arbeiten daran zügig voran und Musk hofft, dass es bereits Ende 2019 erste Tests mit dem BFS (Big F*cking Ship) geben könnte. Dabei handelt es sich um den schwieriger zu realisierenden, orbitalen Teil des Systems; die Entwicklung des Boosters sollte nach den mit Falcon 9 und Falcon Heavy gesammelten Erfahrungen kein größeres Problem darstellen. Das BFS wird in der Lage sein, einstufig die Erdumlaufbahn zu erreichen. Zuerst wird man aber suborbitale "Hopser" in ein paar Kilometer Höhe durchführen, ähnlich wie von ein paar Jahren mit dem Grasshopper.

Elon Musks Tesla mit Starman am Steuer im Erdorbit (Bild: SpaceX)



Erstflug der Falcon Heavy


Update - Den Livestream gibt es hier: https://youtu.be/wbSwFU6tY1c


Hier ein paar Videos und Bilder zur Einstimmung auf den Start von Falcon Heavy (heute um 19:30 MEZ):





Die Nutzlast: Elon Musks Tesla Roadster mit "Starman" am Steuer (Bild: SpaceX)

Größenvergleich Mensch/Rakete - s. unten links (Bild: Teslarati)

Bereit zum Start: Falcon Heavy auf Startrampe 39A in Florida (Bild: SpaceX)


Donnerstag, 1. Februar 2018

Überblick Raumfahrtnachrichten Januar 2018

Nach längerer Pause hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen in den letzten Wochen.

SpaceX

Zuma-Mission: Northrop Grumman verantwortet Fehlschlag

Nach dem Start am 7. Januar sah zuerst alles nach einer weiteren Bilderbuchmission aus. Die geheime Nutzlast einer US-Regierungsbehörde wurde von einer Falcon 9 erfolgreich in die Umlaufbahn transportiert. Jedoch kam es bei der Aussetzung des Satelliten zu einer Panne, da der von Northrop Grumman konstruierte Nutzlastadapter nicht wie vorgesehen funktionierte. Anscheinend resultierte dies in einem Totalverlust von Zuma. Die Air Force hat SpaceX inzwischen ihr Vertrauen ausgesprochen, was noch einmal deutlich macht, dass das Problem nicht bei der Falcon 9 lag. Das hatte zuvor schon SpaceX-Präsidentin Gwynne Shotwell betont.

Landung der ersten Stufe während der Zuma-Mission (Bild: SpaceX)


Falcon Heavy: Test auf der Startrampe

Nach unzähligen Verzögerungen scheint es nun tatsächlich so, als ob der erste Flug der Falcon Heavy kurz bevorsteht. Am 24. Januar wurde eine Testzündung auf der Startrampe durchgeführt. Die 27 Merlin-Triebwerke der drei Booster feuerten dabei für etwa 10 Sekunden. Damit ist der Weg frei für einen Startversuch am 6. Februar.



GovSat-1: Booster übersteht Wasserlandung

Die Nutzlast wurde quasi routinemäßig in eine geostationäre Umlaufbahn befördert. Bei dieser Mission war, anders als sonst üblich, keine Landung auf einer der beiden Seeplattformen von SpaceX vorgesehen. Elon Musk verkündete heute jedoch überraschenderweise auf Twitter, dass man ein neues Landemanöver (mit drei Triebwerken) getestet habe, um so in Zukunft Beschädigungen der Plattform beim Aufsetzen der ersten Stufe zu vermeiden - mit dem Ergebnis, dass der Booster die Wasserung intakt überstanden hat! Musk veröffentlichte ein Bild, das die Stufe auf der Seite im Ozean treibend zeigt.

Die erste Stufe der Falcon 9 im Atlantik (Bild: SpaceX)


Blue Origin

Triebwerkstests gehen weiter

Anfang Januar veröffentlichte die verschwiegene Firma von Amazon-Gründer Jeff Bezos ein Video von einer weiteren Testzündung des BE-4 Triebwerks. Dieses soll einmal die ebenfalls noch ein Entwicklung befindliche New Glenn-Trägerrakete antreiben.

 
Außerdem gibt es nun ein erstes Bild des geplanten Blue Moon-Landers. Damit sollen einmal "große" Nutzlasten zum Mond befördert werden. Der Lander kann verschiedene Trägersysteme nutzen. Interessanterweise werden von Blue Origin namentlich SLS, Atlas V, Vulcan und New Glenn genannt, nicht aber die Falcon-Raketen von Konkurrent SpaceX.

Zukunftsvision von Blue Origin (Bild: Blue Origin)


Rocket Labs

Schon beim zweiten Testflug gelang es dem kleinen US-Unternehmen, die Umlaufbahn zu erreichen. Am 21. Januar beförderte die "Electron" getaufte Rakete drei Minisatelliten für kommerzielle Kunden in eine Erdumlaufbahn. Die Firma möchte sich auf diesen Markt für Kleinstsatelliten spezialisieren und Starts ab ca. 5 Millionen Dollar anbieten.



NASA

Nominierung von Bridenstine weiter in der Schwebe

Noch immer hat die NASA keinen neuen Chef. Insbesondere zwei Politiker, Senator Bill Nelson (Demokraten) und Senator Marco Rubio (Republikaner), beide aus Florida, blockieren die Bestätigung des von der Trump-Regierung für den Posten nominierten Jim Bridenstine. Möglich, dass Nelson und Rubio um die Zukunft des NASA-Projekts SLS fürchten, sollte Bridenstine neuer Chef der Raumfahrtbehörde werden. Insbesondere jetzt, da der Erstflug der Falcon Heavy unmittelbar bevorsteht und auch das Weiße Haus Interesse an privatwirtschaftlichen Alternativen zeigt.

 
Europa

Europa liegt weit zurück, was wiederverwendbare Trägersysteme angeht. Das soll sich mit den zwei Forschungsprojekten Callisto und Prometheus ändern. Bei Prometheus handelt es sich um ein wiederverwendbares, methangetriebenes Triebwerk (s. BE-4 und Raptor), mit Callisto will man Erfahrungen bei der Entwicklung und Erprobung eines wiederverwendbaren Boosters sammeln.
Im Konzeptvideo (s. unten, ab 1:53) ist eine frappierende Ähnlichkeit von Callisto mit der ersten Stufe der Falcon 9 von SpaceX nicht zu übersehen. Callisto wird allerdings sehr viel kleiner: 13,5 Meter Länge, 1 Meter Durchmesser. Es handelt sich eben nur um einen Prototypen und keinen einsatzfähigen Träger. Auch die dafür zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel sind bisher eher bescheiden; 1-2 Prozent des Ariane 6-Budgets von 3,6 Milliarden Euro sollen in seine Entwicklung fließen.
Callisto könnte 2020 zum ersten Mal abheben. Prometheus wird länger bis zur Einsatzreife brauchen und wäre auch zu stark für eine so kleine Testrakete. Das neue Triebwerk könnte in einer weiterentwickelten Version der Ariane 6 (Erstflug 2020) Verwendung finden oder ein neues Trägersystem antreiben.